Don Quichotte zu Gast in der Alten Pinakothek

Obwohl ich – wie mein letzter Blogbeitrag „Der Mensch im Museum“ verdeutlicht hat – sehr gerne ins Museum gehe, werden von mir die Münchner Pinakotheken immer etwas stiefmütterlich behandelt. Vielleicht liegt es daran, dass wir früher mit der Schule zu oft dort waren. Aber das ist über drei Jahrzehnte her.

Über die Geschichte der Münchener Pinakotheken habe ich mir damals keine Gedanken gemacht. Während die Alte Pinakothek 1826 von Leo von Klenze erbaut wurde und Ankäufe unter Ludwig dem I. aus dem 14. bis 18. Jahrhundert enthält, wurde die Neue Pinakothek 1853 erbaut als damals erstes Museum für zeitgenössische Kunst weltweit. So wurden z.B. das Bild „I lock my door upon myself“ des Belgischen Malers Fernand Khnopff von 1891 für die Sammlung direkt vom Künstler auf der Münchner Jahresausstellung im Glaspalast von 1893 erworben.

Da die Neue Pinakothek wegen Renovierung geschlossen ist und voraussichtlich erst 2030 wiedereröffnet wird, ist aktuell eine Auswahl der Sammlung in der Alten Pinakothek zu Gast – unter anderem das Werk von Fernand Khopff.

Neben einer Gebirgslandschaft von Caspar David Friedrich finden sich idyllische Landschaftsbilder von Ferdinand Hodler und Vincent van Gogh und auch ein Seerosenbild von Monet.

Die Auswahl der Werke wurde sehr gut getroffen und jedes der Bilder und jede Skulptur hat viel Luft zum Atmen. Die Aufteilung der Räume gefällt mir gut.

Ein Bild durfte aus meiner Sicht auf keinen Fall fehlen: Der Don Quichotte von Honoré Daumier aus dem Jahr 1868. Den Don Quichotte habe ich schon früher bei meinen Besuchen in der Neuen Pinakothek besonders gerne betrachtet und ich war sehr erfreut darüber, ihn in der Alten Pinakothek anzutreffen.

Ich habe es nicht bereut, nach langer Zeit mal wieder die Alte Pinakothek zu besuchen. Zum Abschluss haben wir uns noch die Sonderausstellung „Wie Bilder erzählen: Storytelling von Albrecht Altdorfer bis Peter Paul Rubens“ angesehen, weil einer der Museumswärter uns so davon vorgeschwärmt hatte. Auch hier waren ein paar interessante Bilder zu sehen – vor allem was die Darstellung von Licht betraf.

Die Ausstellung „Von Turner bis van Gogh. Das 19. Jahrhundert“ ist noch bis Ende 2026 in der Alten Pinakothek zu sehen.

Herzlichen Grüße aus dem winterlichen München.

Eure Esther

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