Ich packe meinen Koffer und nehme mit … diese Stifte!

Heute gibt es einen kleinen Einblick in mein Federmäppchen: Meine 5 4 Lieblingsstifte, die ich euch absolut ans Herz legen kann, und die mich im Mäppchen auch in Urlaub & Co. begleiten.*

Wir beginnen mit einem Stift, den ich mir rein zufällig mal zugelegt habe: Dem Druckbleistift „Mephisto Selfactor“ von KOH-I-NOOR HARDTMUTH. Eine gewisse Neigung zur Grobmotorik ist bei mir vorhanden, daher war es ganz angenehm, mal einen Stift zu benutzen, der nicht gleich beim geringsten Aufdrücken bricht … und vor allem einen unheimlich tollen Farbauftrag hat. Ich benutze ihn hauptsächlich für grobe Skizzen. Auch wenn es so aussieht: Es handelt sich hier nicht um Zeichenkohle, sondern tatsächlich um einen Graphitstift! Die Mienenfarbe ist intensives Schwarz und der Farbauftrag relativ weich – fühlt sich fast ein bisschen wie ein Wachsmalstift an. Wichtig: Fixieren nicht vergessen – wie beim klassischen Graphitstift verschmiert die Farbe. Für schnelle Skizzen (besonders großformatig) ein toller Stift. Für dünne einzelne Mienen kann man ihn auch als Halter verwenden.

Einziger Nachteil: Es gibt leider keinen integrierten Spitzer – den solltet ihr also immer griffbereit haben.

Bleiben wir noch ein bisschen beim Graphitstift und der Marke KOH-I-NOOR (wusstet ihr übrigens, dass der Koh-I-Noor einer der größten Diamanten der Welt ist?): Hier der PROGRESSO AQUARELL-GRAPHITSTIFT. Auch ein Zufallskauf, den ich liebe! Er sieht aus und malt sich wie ein klassischer Graphitstift, ist aber wasservermalbar und lässt sich damit trocken und angefeuchtet einsetzen. Je nachdem wieviel Wasser man verwendet und wie stark man aufdrückt/wieviel Farbe man aufs Papier bringt, lassen sich damit tolle Effekte erzielen. Ich benutze ihn gerne dünn für Outlines bei z.B. dickerem Farbauftrag mit Gouache, da sich damit die Outlines klasse „löschen lassen.“

Wie man sieht, sollte man aber beim damit Arbeiten nicht zu doll aufdrücken oder ihn fallen lassen – ich musste meinen schon kleben, da er mir zerbrochen ist.

Hier mein absoluter Liebling, den ich wirklich jeden Tag benutze – in der Hauptsache zum Schreiben aber auch zum Zeichnen: Der PLATINUM ARTWORKPEN. Ich habe es immer geliebt, mit Füller zu schreiben und der Artworkpen ist klasse – bisher ist mir selten ein Füller begegnet, mit dem ich längere Zeit arbeiten konnte, ohne dass mir die Hand verkrampft. Er hat eine extra feine, vergoldete Spitze, womit sich wirklich feine Linien zeichnen und schreiben lassen und wird mit klassischen Patronen mit Tinte/Tusche versorgt. Dadurch, dass man ihn zum Schreiben und Zeichnen verwenden kann, hat man einen richtigen Allround-Füller im Mäppchen und braucht auch keinen extra Tuschestift für Urban Sketching, Aquarell & Co., denn die Tusche ist wasserfest. Er ist relativ lang (was aber auch irgendwie schick aussieht) und passt damit nicht unbedingt in jedes Mäppchen, aber ich habe ihn trotzdem immer in meiner Handtasche bzw. an meinem Notizbuch. Mein Lieblingsstück, wie man an seiner schon arg gebeutelten Spitze sieht …

Und zu guter Letzt ein weiterer Zufallsfund, der sehr praktisch ist, wenn man wie ich gerne ständig dieselben Farben benutzt ;-): Der AQUA DROP LINER von Schmincke. Hinter dem Pinselstift verbirgt sich anfangs … gar nichts! Denn die Farbe müsst ihr selbst einfüllen: Schmincke bietet mit AQUA DROP 24 Farbtöne flüssiger Aquarellfarbe, mit denen ihr den Liner befüllen könnt. Ich benutze sehr gern die Farbe Neutralgrau (ähnelt Neutraltinte) und vor allem dann, wenn man nicht gerade Aquarellpapier benutzt, aber trotzdem mit Aquarellfarbe arbeiten möchte, bietet der Liner sich an. Er ist schon flüssig, trocknet aber recht schnell; ein bisschen wie bei einem Alkoholmarker. Die Farbe lässt sich auf dem Papier auch wieder anlösen – zugegeben habe ich das aber noch nicht ausprobiert, da ich den Liner eher als eine Art „Schattierstift“ benutze. Praktisch im Mäppchen, wenn man nicht immer einen Farbkasten mit sich schleppen möchte.

*Ich wollte euch eigentlich 5 Stifte zeigen, aber Nummer 5 verabschiedete sich leider beim Fotografieren in einem Schwall von schwarzer Zeichentusche in die ewigen Jagdgründe und hinterließ eine ordentliche Sauerei auf meinem Tisch … RIP Pentel Pocket Brush Pen. Trotzdem eine Empfehlung: Ich finde ihn super und werde ihn nachkaufen.

Wenn ihr Lust zum Ausprobieren bekommen habt: Alle Stifte bekommt ihr bei den gängigen Künstler-Fachgeschäften!

Eure Andrea

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